Entstehung eines Namens
» Brandenburger Törle
Bis
1750 wurden in der unteren Kirchstraße zwei Badstuben (heute Haus Nr.
10 und 14) betrieben. Bader und Barbiere verrichteten hier ihr Werk. Seitz
Otterbach wird 1527 als Betreiber der vorderen Badstube (heute Haus Nr. 10)
genannt. Das Wasser wurde mit Ledereimern aus dem Kocher geschöpft. Am
Ende der Kirchstraße befindet sich das sogenennte Brandenburger Törle.
Hier kurz dessen Geschichte:
Der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm beanspruchte nach dem Aussterben der Limpurger im Mannesstamm 1713 seinen Anteil an Gaildorf. Als ihm dieser verwehrt wurde, besetzte er mit 600 Mann die Stadt. Nachdem die Gaildorfer erfolgreich Beschwerde beim Kaiser einlegten, zog der Kurfürst 1714 wieder ab. Das Tor erhielt wahrscheinlich daraufhin seinen Namen. Das Brandenburger Törle ist Bestandteil der Stadtmauer.