Ottendorf - 1091 erstmals erwähnt
» Udendorf - Oedendorf - Ottendorf
1091
erstmals als Udendorf urkundlich erwähnt. Bis 1884 trug es den Namen
Oedendorf. Wohl im 7. Jahrhundert von Westheim aus gegründet, zu dessen
Mark vermutlich 788 der Gaildorfer Raum gehörte. Der Ortsadel als Herren
von Oedendorf urkundlich bezeugt, veräußerte im 14. Jahrhundert
Burg, Güter und Rechte an Limpurg und Murrhardt. 1439 stand die Burg
zu je einem Drittel im Besitz von Limpurg, Kloster Murrhardt und den von Münkheim.
1582 abgegangen.
» Zugehörigkeit
Die
niedere Gerichtsbarkeit stand Murrhardt zu zwei Drittel, Limpurg zu einem
Drittel zu. Die hohe Gerichtsbarkeit übten Württemberg (für
Murrhardt) und Limpurg gemeinsam aus. Nach einer vertraglichen Regelung von
1593 wechselte sie von Fall zu Fall. 1582 war Murrhardt größter
Grundherr. 1795 erhielt der Ort das Recht auf zwei Jahrmärkte.
1806 fiel er an Württemberg, ein Teil gehörte gleich ab 1807 zum Oberamt Gaildorf, der größte Teil (Ottendorf, Niederndorf, Spöck und Hägenau) zunächst zum Oberamt Hall und ab 1808 zum Oberamt Gaildorf, von 1938 bis 1972 zum Landkreis Backnang. - Im 19. Jahrhundert Chemische Fabrik bei Niederndorf (zunächst Alaun- und Vitriolgewinnung, später Herstellung von Glaubersalz, Soda, Chlorkalk, Salzsäure und Salmiak). - Im April 1945 schwere Schäden durch Artilleriebeschuss.



















