Hier finden Sie Materialien für eine Stadtführung durch die Schenkenstadt Gaildorf. Die Stadtführung können SIe hier digital lesen oder selbst in der Stadt erleben.
1172 wird in einer Urkunde erstmals Rabenoldus de Geilendorf genannt. Ein Angehöriger des niederen Adels, der an diesem Platz – seines Standes angemessen - ein massives Steingebäude bewohnte. Verbliebene Mauerreste sind im Keller des Alten Schlosses noch sichtbar. Nach 1286 gelangten die Schenken von Limpurg, deren Namen bereits erstmals 1230 erwähnt wurde, in den Besitz der Gaildorfer Ländereien. Das Alte Schloss wurde 1479 bis 1482 erbaut, im 16. und 17. Jahrhundert erheblich erweitert und zu einer malerischen Renaissance-Anlage umgebaut.
Der Burghof wird umrahmt vom Alten Schloss, dem ehemaligen Gebäude Retter (mittlerweile abgerissen, an dieser Stelle stand der Meierhof, der das Alte Schloss mit Milch und Fleisch versorgte), der Vogtei mit der Zehntscheuer (heute Bücherei) und anschließender Wohnbebauung. Der Burghof grenzte sich vom Schlosshof ab und war Teil der Stadt, während das Alte Schloss als Residenz nicht öffentlich zugänglich war.
1404 verlieh König Ruprecht Gaildorf das Stadtrecht. Dazu gehörte auch das Recht, Markttage im Burghof abzuhalten. Die Verwaltung der Limpurger war in der Vogtei untergebracht.
Mit Verleihung der Stadtrechte 1404 begannen die Limpurger mit dem planmäßigen Bau der Stadt. Sie wurde von einer Stadtmauer mit Wehrgang, vier Ecktürmen und drei Stadttoren geschützt.
Die Stadtmauer wurde 1480 vollendet. Aus Sparsamkeit wurde nur das neu angelegte „untere“ Stadtgebiet mit einer Stadtmauer umzogen, während das „obere“ Dorf, das älteste Siedlungsgebiet südöstlich des Alten Schlosses, ungeschützt blieb.
Justinus Kerner war von 1815-1819 Oberamtsarzt in Gaildorf. In dieser Zeit verfasste er das Gedicht „Preisend mit viel schönen Reden“, den Text der Württembergischen Landeshymne. Von 1816-1817 wohne Familie Kerner in einem kleinen Haus auf der Ostseite des Alten Schlosses. Heute steht an dieser Stelle das „Alte Bräuhaus“.
Der alte Speicher wurde um 1490 erbaut. Das Gebäude diente zunächst als Kornhaus und Zehntscheuer. Später wurde es zum Bräuhaus der Schenken von Limpurg. Ein Tunnelsystem verband das Haus mit den Gasthäusern „Hirsch“, „Löwen“ und „Bräuhaus“.
Das heutige Alte Rathaus stammt aus der Zeit nach 1814. Dort wohnte der Bürgermeister (Stadtschultheiß) mit seiner Familie. Im Rathaus arbeiteten auch andere Verwaltungsbeamte, z.B. der Stadtpfleger, der für die Armen zuständig war, den Bauverwalter und einen Amtsdiener. Das Rathaus war der
Die Stadt Gaildorf hatte seit 1404 einen Bürgermeister. Im Alten Rathaus lebte und arbeitete der Bürgermeister. Von 1404 bis 1814 lebte der jeweilige Bürgermeister in einem Vorgängerbau, von 1814 bis 1967 im heutigen Alten Rathaus.
Das Rathaus war Sitz der Verwaltung und des Bürgermeisters. Im mittleren Stockwerk konnten an besonderen Tagen Waren gekauft werden, im Erdgeschoss gab es ein Schlachthaus und wurde die Feuerspritze aufbewahrt. Das Gebäude ist heute in Privatbesitz.
Quer über den Marktplatz verläuft der 49. Breitengrad. Dieser trennt beispielsweise die USA von Kanada. Quer über den Marktplatz verläuft genau dieser Breitengrad.
1172 wird in einer Urkunde erstmals Rabenoldus de Geilendorf genannt. Ein Angehöriger des niederen Adels, der an diesem Platz – seines Standes angemessen - ein massives Steingebäude bewohnte. Verbliebene Mauerreste sind im Keller des Alten Schlosses noch sichtbar. Nach 1286 gelangten die Schenken von Limpurg, deren Namen bereits erstmals 1230 erwähnt wurde, in den Besitz der Gaildorfer Ländereien. Das Alte Schloss wurde 1479 bis 1482 erbaut, im 16. und 17. Jahrhundert erheblich erweitert und zu einer malerischen Renaissance-Anlage umgebaut.
Der Burghof wird umrahmt vom Alten Schloss, dem ehemaligen Gebäude Retter (mittlerweile abgerissen, an dieser Stelle stand der Meierhof, der das Alte Schloss mit Milch und Fleisch versorgte), der Vogtei mit der Zehntscheuer (heute Bücherei) und anschließender Wohnbebauung. Der Burghof grenzte sich vom Schlosshof ab und war Teil der Stadt, während das Alte Schloss als Residenz nicht öffentlich zugänglich war.
1404 verlieh König Ruprecht Gaildorf das Stadtrecht. Dazu gehörte auch das Recht, Markttage im Burghof abzuhalten. Die Verwaltung der Limpurger war in der Vogtei untergebracht.
1404 wurde Gaildorf durch König Rubrecht die Stadtrechte verliehen. Damit verbunden waren die Errichtung der Stadtmauer und das Abhalten von Wochenmärkten und zwei Jahrmärkten. Nach und nach wurde die Stadt planmäßig angelegt, während das bisherige Dorf im Osten des Schlosses zur Vorstadt wurde. Heute sind nur wenige Reste der einstigen Stadtbefestigung erhalten. Das “Brandenburger Törle” – ein Durchlass an der Stadtmauer – gehört dazu und erhielt seinen Namen vermutlich nach der Besetzung Gaildorfs 1713 durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm.
Der berühmte Justinus Kerner, Namensgeber eines Weines, vor allem aber Dichter, lebte von 1815 bis 1819 in Gaildorf. Im Brotberuf war Kerner Oberamtsarzt für das Oberamt Gaildorf, bevor er nach Weinsberg weiterzog. In der Schenkenstadt Gaildorf schrieb er das berühmte Württemberger Lied "Preisend mit viel schönen Reden". Sein Sohn Theobald Kerner wurde mit dem Kernerturm verewigt.
Das heutige Alte Rathaus stammt aus der Zeit nach 1814. Dort wohnte der Bürgermeister (Stadtschultheiß) mit seiner Familie. Im Rathaus arbeiteten auch andere Verwaltungsbeamte, z.B. der Stadtpfleger, der für die Armen zuständig war, den Bauverwalter und einen Amtsdiener.
Die Stadt Gaildorf hatte seit 1404 einen Bürgermeister. Im Alten Rathaus lebte und arbeitete der Bürgermeister. Von 1404 bis 1814 lebte der jeweilige Bürgermeister in einem Vorgängerbau, von 1814 bis 1967 im heutigen Alten Rathaus.
Das Rathaus war Sitz der Verwaltung und des Bürgermeisters. Im mittleren Stockwerk konnten an besonderen Tagen Waren gekauft werden, im Erdgeschoss gab es ein Schlachthaus und wurde die Feuerspritze aufbewahrt. Das Gebäude ist heute in Privatbesitz.
1404 wurde Gaildorf durch König Rubrecht die Stadtrechte verliehen. Damit verbunden waren die Errichtung der Stadtmauer und das Abhalten von Wochenmärkten und zwei Jahrmärkten. Nach und nach wurde die Stadt planmäßig angelegt, während das bisherige Dorf im Osten des Schlosses zur Vorstadt wurde. Heute sind nur wenige Reste der einstigen Stadtbefestigung erhalten. Das “Brandenburger Törle” – ein Durchlass an der Stadtmauer – gehört dazu und erhielt seinen Namen vermutlich nach der Besetzung Gaildorfs 1713 durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm.
Das Pücklersche Forsthaus ist eines der wenigen Gebäude des Grafen Pückler, das erhalten geblieben ist. Während das Pücklerschloss dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel, blieb das Gebäude des Pücklerschen Forsthauses erhalten. Nach der Zerstörung des Pücklerschlosses wohnte das gräfliche Ehepaar bis zu seinem Tod im Forsthaus. Heute ist es als Teil der Graf Pückler Stiftung renoviert und erstrahlt in hellem Glanz.
Bis ins 19. Jahrhundert erlebten 50 Prozent der Menschen ihren 15. Geburtstag nicht. Mangelernährung, unzureichende Hygiene und schwierige Lebensbedingungen dürften die Hauptgründe für die hohen Sterblichkeitsraten gewesen sein. Hilfe war von Nöten und so waren neben Ärzten und Apotheker auch Bader, Barbiere, Hebammen und Scharfrichter medizinisch tätig. Im hinteren Teil der Kirchgasse - ursprünglich “Badgasse”- lebten damals die Gaildorfer Bader. Aufsicht über das öffentliche Gesundheitswesen hatte der Oberamtsarzt. Dieses Amt hatte 1815 bis 1819 der Arzt und Dichter Justinus Kerner inne.
Das Brandenburger Törle ist ein Durchbruch in der Stadtmauer, durch das 1713 kaiserliche Truppen in die Stadt eingedrungen und diese besetzt haben soll. Das Törle steht heute am Anfang einer Holzbrücke über den Kocher und ist Teil der noch erhaltenen Stadtmauer. Bis 1945 erstreckte sich bis hierhin das Pücklerschloss. Heute sind dort Wohnhäuser errichtet.
Der Kochersteg führt als Fußgängerbrücke über den Kocher. Der Steg ist erst im 20. Jahrhundert errichtet worden und bietet Fußgängern einen entspannteren Kocherübergang als auf der Schlossbrücke.
Das Armen- und Siechenhaus am Ende der Friedhofstraße ist ein Baudenkmal erster Güte. Dort am Rande der Stadt wurde der Bau als Heimat für die Armen und Pflegebedürftigen errichtet. Heute befindet sich das Haus in Privatbesitz.
Hermann Frasch war ein Großunternehmer. Sein Vater war Bürgermeister in Gaildorf. Frasch wanderte in die USA aus und gründete dort ein Unternehmen zum Abbau von Schwefel. Seine neuen Methoden machten es einfacher, den Schwefel abzubauen. Er wurde „Schwefelkönig von Louisiana“ genannt.
Sein Geld nutzte er, um in Gaildorf Gebäude zu bauen und die Armen zu unterstützen. Er wurde in Gaildorf auf dem Friedhof in seinem Mausoleum beigesetzt. Das Mausoleum wurde nach dem Vorbild des zweiten württembergischen Königs Wilhelm gebaut. 1924 wurden Fraschs Überreste in die USA gebracht. Sein Sarkophag im Frasch-Mausoleum ist heute leer.
Die Parkschule dient heute als Grund- und Werkrealschule. Das Gebäude aus den frühen 1950er Jahren genießt Ensembleschutz und ist ein typischer Bau der Wirtschaftswunderzeit. Vor allem die Außenanlagen und dasZusammenspiel mit den Gebäuden sind von großer Bedeutung. In einem Seitenflügel ist das Lehrschwimmbecken untergebracht.
Das Kocherwegle führt vom Schlosspark bis nach Münster, dem ältesten Teil der Stadt Gaildorf. Auf dem Weg befindet sich auch der mittlerweile verschüttete Eingang zum ehemaligen Alaun- und Vitriolbergwerk. Der Weg ist geschottert und lädt zum Flanieren ein.
Einst 1846 als Wittwensitz im schönen “Herrengarten” erbaut, diente das Neue Schloss bis 1918 als gräfliche Sommerresidenz. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zur Einlagerung von Kulturgut und gegen Kriegsende vom Sicherheitsdienst der SS genutzt. 1945/46 diente es als amerikanisches Offizierskasino, danach bis 1965 als Altersheim. 1954 erwarb die Stadtverwaltung Schloss und Park. Seit 1967 befindet sich das Gaildorfer Rathaus in den ehrwürdigen Räumen, die auch Künstlern eine Möglichkeit zur Präsentation bieten.
Die Witwe Elisabeth von Hohenlohe stiftete nach dem Tode ihres Gatten Friedrichs III. von Limpurg (+ 1414) zu seinem Gedenken eine Marienkapelle. Diese wurde 1417 erstmals urkundlich erwähnt. 1433, als die Pfarrstelle von Münster nach Gaildorf verlegt wurde, erfolgte ein Umbau der Kapelle zur Kirche. Ab 1482 wurde die Kirche zur Grablege der Gaildorfer Schenken. Ab 1530 findet man erste Hinweise auf die Reformation hier in der Region. Eine der Auswirkungen war die Einrichtung einer „deutschen“ Klasse neben der Lateinschule. Unterrichtet wurden Jungen und Mädchen (!) in erster Linie im Lesen und Schreiben.
Einst stand neben der Stadtkirche das Pücklersche Schloss. 1778 vollendet, wurde das Gebäude beim Stadtbrand 1868 schwer beschädigt und dann bei Kriegsende 1945 vollständig zerstört. Da der letzte Besitzer des Schlosses Graf Gottfried zu Pückler-Limpurg und seine Ehefrau Adele kinderlos waren, wurde das Gebäude nicht wiederaufgebaut.
Der Marstall des ehemaligen Pücklerschlossses ist der einzige Teil des Pücklerschlosses, das den Abriss überlebt hat. Dort waren die gräflichen Pferde und Wagen untergebracht. Erkennbar ist dies noch an den hohen und großen Türen. Heute ist dort die evangelische Kirche mit seinem Jugendwerk untergebracht.