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Infotafel am Flößerweg zwischen Kleinaltdorf und Hägenau

Der Flößerweg - 7,5 Kilometer zur Geschichte der Limpurger Flößerei

Der Flößerweg Gaildorf will die Erinnerung an die Zeit von Haalholzhandel und Flößerei wachhalten. Entlang des Kocher-Jagst-Radweges zwischen Bröckingen und Hägenau wird auf fünf Tafeln die Geschichte des einst bedeutendsten Wirtschaftszweiges der Region erzählt.

Über die Jahrhunderte wurde auf dem Kocher Holz nach Schwäbisch Hall geflößt. Die Haller Sieder benötigten das Brennmaterial, um aus der Sole das begehrte Salz zu sieden – und sie benötigten eine Menge Holz. Die Waldbestände auf der Haller Gemarkung reichten bei weitem nicht aus um die Sudpfannen zu betreiben. Reichlich Brennmaterial – in Form von Fichten und Tannen – gab es dagegen in den Limpurger Wäldern, auf den Hügeln entlang des Kochers sowie seiner Nebenflüsse. War auch das Verhältnis zwischen den Schenken vom Limpurg und der Reichsstadt Hall häufig genug durch Auseinandersetzungen belastet, auf den gemeinsamen Holzhandel konnten – und wollten – sie nicht verzichten.

Wie wichtig Holzhandel und Flößerei für die Limpurger waren, sieht man noch heute am Wappen der Stadt Gaildorf: Auf rotem Grund zeigt es zwei gekreuzte Flößerhaken hinter einem Fach (Floß). Das „Vorgänger-Modell“ stifteten die Schenken bereits 1434 der ersten Stadt auf ihrem Territorium.

Früher diente das Holz aus den Limpurger Wälder als Energiequelle - nicht nur für die Haller Sieder. Heute stehen darüber hinaus auch innovative Energielieferanten auf dem Höhenzug entlang des Kochers: der Naturstromspeicher Gaildorf.