Stadt Gaildorf

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Schenkenbecher

Der berühmte, seit 2014 im Besitz der Sammlung Würth befindliche Schenkenbecher wurde lange Zeit im neuen Schloss, dem heutigen Rathaus  aufbewahrt.

Ein Meisterwerk der Goldschmiedekunst

Der in der Literatur auch als „Erbschenkenpokal des Grafen von Limpurg“ bezeichnete Becher gilt wegen seiner außergewöhnlichen Größe,  seiner kunstvollen Gestaltung und seiner historischen Bedeutung als herausragendes Meisterwerk der Goldschmiedekunst der deutschen Hochrenaissance. Zweifellos ist er zudem auch eine der wertvollsten  Hinterlassenschaften der Familie der Schenken von Limpurg.

Schenkenbecher, Fotoinhaber: Würth / Philipp Schönborn
Schenkenbecher, Fotoinhaber: Würth / Philipp Schönborn

Als einzig erhaltener Pokal aus Edelmetall, der bei einer Krönungszeremonie eingesetzt wurde, besteht der zwei Kilo schwere Deckelpokal aus vergoldetem Silber, ist 58 cm hoch und wurde 1561/62 in Nürnberg von dem Goldschmied Christoph Ritter (+1598) gestaltet. Die Cuppa, das eigentliche Trinkgefäß in seiner heutigen Form, fertigte vermutlich wegen einer Beschädigung, wohl wenig später der Haller Goldschmied Philipp Bonhöffer (+1613). Der Deckel aus vergoldetem und emailliertem Silber wurde vermutlich in Augsburg gefertigt. In den Besitz der Schenken von Limpurg gelangte das kostbare Objekt 1562 durch Schenk Christof III. (1531 - 1574), der bei der Krönung Maximillians II. in Frankfurt zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation den zeremoniellen Schenkendienst versah und dafür den Becher zum Dank erhielt.

Von 1848 bis 1907 wurde der Pokal im gräflichen Sommersitz, dem „Neuen Schloss“ und heutigen Rathaus der Stadt Gaildorf, aufbewahrt und  schließlich durch die gräflichen Familien Bentinck, Waldeck-Limpurg und später Ortenburg als Dauerleihgabe dem Landesmuseum Württemberg überlassen. Nach dem Erwerb  durch die Sammlung Würth stand der Pokal von 18.05.2015 - 20.08.2015 im Zentrum der Ausstellung „Silberhirsch & Wunderprunk. Das Victoria & Albert Museum zu Gast in der Kunstkammer Würth“ in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.

Dank der im Jahr  2000 von Landeskonservator Peter Heinrich geschaffenen überzeugenden Nachbildung des Schenkenbechers ist das auch den Besuchern des Stadtmuseums von Gaildorf im Alten Schloss möglich. Eine Gelegenheit, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte!

Weitere Informationen

Kontakt

Stadtverwaltung Gaildorf

Schloss-Straße 20
74405 Gaildorf

Tel.: 07971/253-0
Fax: 07971/253-188

E-Mail schreiben