Stadt Gaildorf

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Eutendorf - Teilort mit drei Kirchen

In Eutendorf und den zu Eutendorf gehörenden Orten sind gleich drei Kirchen zu bewundern: Sankt Kilian in Eutendorf, Sankt Bartolomäus in Großaltdorf und St. Maria Immaculata in Winzenweiler.

Holzdecke in der Sankt Kilianskirche in Eutendorf - ©Andreas Balko
Holzdecke in der Sankt Kilianskirche in Eutendorf - ©Andreas Balko

Sankt-Kilianskirche in Eutendorf

Kirche Sankt Kilian in Eutendorf - ©Foto Andreas Balko
Kirche Sankt Kilian in Eutendorf - ©Foto Andreas Balko

Sankt-Kilian entstand vermutlich zwischen 800 und 1000 als kleine romanische Kirche mit Turmchor.

Anfang des 14. Jahrhunderts wurde das Kirchenschiff abgerissen und durch das heute noch bestehende ersetzt. Der Rohbau war wohl 1343 fertig, denn an der westlichen Ecke der Südseite befindet sich ziemlich weit oben ein Stein mit der Inschrift „1343 in dem Stein ist mer Geschrift“. Um das Jahr 1500 bekam die Kirche größere Fenster mit Maßwerk im gotischen Stil. Das Innere der Kirche war wenig prunkvoll bis zu einem gründlichen Innen-Umbau in den Jahren 1884-85. Damals wurde die Kirche im überladenen Stil des Kaiserreichs umgestaltet. Seit der Renovierung 1970/71 ist aus dieser Zeit nur die Holzdecke im Chor erhalten.

Der Friedhof befindet sich erst seit 1841 am südlichen Ortsausgang. Vorher umgab der Kirchhof die Kirche in der Sankt-Kilian-Straße. Er war von einer starken Wehrmauer umgeben, innerhalb derer das Vieh im Kriegsfall untergebracht wurde. Die Menschen zogen sich in den Wehrturm der Kirche zurück. Er hatte bis Anfang des 20. Jhd. aus diesem Grund nur einen Zugang im ersten Stock.

Sankt-Bartholomäus-Kirche in Großaltdorf

Kirche Sankt Bartholomäus in Großaltdorf
Kirche Sankt Bartholomäus in Großaltdorf

Pergamentresten aus der Altargruft zufolge wurde die Bartholomäuskirche in Großaltdorf 1268 erbaut. Möglicherweise gab es aber bereits seit 1091 eine Vorgängerkirche. Zu Anfang dürfte die Kirche am Sankt-Bartholomäus-Weg das einzige ganz aus Stein errichtete Gebäude im Ort gewesen sein. Bei Gefahr wurde sie deshalb von der Bevölkerung als „Wehrkirche“ genutzt.

Die ursprünglichen romanischen Rundbogenfenster wurden, bis auf zwei, im gotischen Stil umgebaut, die Kirche um einen Chor im gotischen Stil erweitert. Die Holzdecke und das Gestühl der Herren von Limpurg tragen die Jahreszahl 1498. Ihre Empore erhielt die Kirche 1604. Steigende Bevölkerungszahlen machten den Einbau notwendig. Ein Flügelaltar mit Madonnenbild und geschnitzte Bilder aus der Kirche befinden sich im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart.

St. Maria Immaculata in Winzenweiler

Katholische Kirche St. Maria Immaculata in Winzenweiler
Katholische Kirche St. Maria Immaculata in Winzenweiler

Die älteste katholische Kirche im Gaildorfer Stadtgebiet findet sich auf der Höhe in Winzenweiler. Nach der Reformation war der Ort zunächst evangelisch. Durch den vom Stift Comburg geförderten Zuzug von Katholiken überwog aber bald wieder die katholische Bevölkerung. 1868 erhielt die Gemeinde eine eigene Kirche an der Crailsheimer Straße.

1986 wurde die Kirche in die Liste der Kulturdenkmale mit folgender Begründung aufgenommen: Die katholische Kirche in Winzenweiler – ein neugotischer Ziegelbau mit Fassadendachreiter, Saalbau mit rechteckigem Chorschluss und Rippengewölbe – entstand 1868 als „Urkirche“ der katholischen Gemeinde Gaildorfs. Der kleine Bau stellt ein gutes Beispiel der ländlichen Kirche des 19. Jahrhunderts dar und gehört zu den wichtigen Zeugen der Ortsgeschichte.

Doch nicht nur Gebäude gibt es in Gaildorf zu betrachten. Es finden sich auch sehenswerte Plätze in der Natur. Um einen dieser landschaftlich schönen Orte zu besuchen, kann man gleich in der Nähe von Winzenweiler bleiben. In den ausgedehnten Wäldern nördlich des Ortes liegt der Haspelsee.

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